Planungsleistungen Hochwasserschutz Wasserwerk Essen-ÜberruhrEssenTED
Planungsleistungen Hochwasserschutz Wasserwerk Essen-Überruhr
Die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) plant die nachhaltige Modernisierung des Hochwasserschutzes im Bereich der Wasseraufbereitungsanlagen in Essen-Überruhr entlang der Ruhr. Der bestehende Deich aus den 1960er-Jahren weist infolge alters- und materialbedingter Defizite sowie ungünstiger Baugrundverhältnisse erhebliche Schwächen hinsichtl...
Architektur, Tragwerksplanung, TGA-Planung, Umweltgutachten, Wasserwirtschaft
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Inhalt auf einen Blick
Die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) plant die nachhaltige Modernisierung des Hochwasserschutzes im Bereich der Wasseraufbereitungsanlagen in Essen-Überruhr entlang der Ruhr. Der bestehende Deich aus den 1960er-Jahren weist infolge alters- und materialbedingter Defizite sowie ungünstiger Baugrundverhältnisse erhebliche Schwächen hinsic...
- Ausschreibungstyp:
- Ausschreibung
- Auftraggeber:
- Planungsleistungen Hochwasserschutz Wasserwerk Essen-Überruhr
- Veröffentlicht:
- 30. Juni 2026
- Frist:
- 24. Juli 2026
- Thema:
- Architektur
Ausschreibungsbeschreibung
Die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) plant die nachhaltige Modernisierung des Hochwasserschutzes im Bereich der Wasseraufbereitungsanlagen in Essen-Überruhr entlang der Ruhr. Der bestehende Deich aus den 1960er-Jahren weist infolge alters- und materialbedingter Defizite sowie ungünstiger Baugrundverhältnisse erhebliche Schwächen hinsichtlich Standsicherheit und Dichtigkeit auf. Wiederholt traten bei Hochwasserereignissen - zuletzt im Juli 2021 - Sicker- und Qualmwasseraustritte sowie Vernässungen auf, die die Schutzfunktion des Deichsystems beeinträchtigen. Zusätzlich entsprechen wesentliche geometrische und konstruktive Parameter (u. a. Kronenbreite, Böschungsneigungen) nicht den aktuellen Regelwerken (DIN 19712). Vor diesem Hintergrund ist die Umsetzung eines umfassenden Sanierungskonzepts vorgesehen. Zentrales Element ist die Rückverlegung der bestehenden Hochwasserschutzlinie und der Neubau eines rund 1,2 km langen Deiches innerhalb des Betriebsgeländes. Der neue Deich wird als Drei-Zonen-Deich gemäß den Anforderungen für Deiche der Klasse I ausgeführt und auf das Bemessungshochwasser HQ1000 zuzüglich Freibord ausgelegt. Ergänzend sind befahrbare Deichkronen, Deichverteidigungswege sowie erforderliche Bauwerke und Anschlüsse vorgesehen. Parallel dazu wird der bestehende Deich durch die Herstellung von fünf überströmbaren Breschen geöffnet. Dadurch wird ein bislang abgetrennter Retentionsraum wieder an die natürliche Überflutungsdynamik der Ruhraue angebunden. Ziel ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes durch zusätzliche Rückhalteräume sowie die ökologische Aufwertung der Auenlandschaft auf einer Fläche von über 45 ha. Das Planungsgebiet umfasst eine Länge von ca. 1,78 km im Bereich Essen?Überruhr-Hinsel und beinhaltet komplexe Randbedingungen, darunter bestehende wasserwirtschaftliche Anlagen, Leitungsinfrastrukturen, Schutzgebiete sowie artenschutzrechtliche Belange (insbesondere Lebensräume der Kreuzkröte). Im Zuge der Maßnahme sind zudem Rückbau-, Umverlegungs- und Anpassungsarbeiten an bestehenden Leitungen, Verkehrsflächen sowie technischen Anlagen erforderlich. Die Planung erfolgt unter Berücksichtigung wasserrechtlicher Genehmigungsanforderungen (Plangenehmigungsverfahren nach § 68 WHG) sowie ökologischer und technischer Rahmenbedingungen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nach derzeitigem Stand nicht erforderlich. Ziel des Vorhabens ist es, den Hochwasserschutz für das Betriebsgelände und die umliegenden Bereiche nachhaltig zu gewährleisten, die Anlage an den Stand der Technik anzupassen und gleichzeitig zusätzliche Retentionsräume zur Entlastung der Ruhr zu schaffen.
Weiterführende Details
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Dokumente und Anhänge
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B. mittels Stützwänden oder vergleichbaren Konstruktionen), der Ausbildung von Terrassierungen, Wegeführungen und barrierefreien Verbindungen - ist neben der Objektplanung Freianlagen auch die Planung von Ingenieurbauwerken gemäß § 43 HOAI sowie eine Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI für die statisch relevanten Bauteile erforderlich. Gegenstand der zu vergebenden Leistungen sind: - Leistungsbild Ingenieurbauwerke gemäß §43 HOAI, für die konstruktiven Bauwerke und Anlagen innerhalb des Projektgebiets, insbesondere Stützbauwerke, konstruktive Uferbefestigungen sowie ggf. weitere ingenieurtechnische Bauwerke, - Leistungsbild Tragwerksplanung gemäß §51 HOAI für sämtliche statisch relevanten Bauteile der Ingenieurbauwerke sowie für weitere konstruktive Elemente, soweit diese eine statische Berechnung und Bemessung erfordern. Für die Gesamtmaßnahme der BUGA 2029 am Standort Lahnstein ist bereits ein Generalplaner für die Freianlagen beauftragt. Eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit diesem Generalplaner ist zwingend erforderlich. Die zu vergebenden Leistungen sind in die übergeordnete Planung einzubinden und sowohl gestalterisch als auch funktional auf das Gesamtkonzept der BUGA abzustimmen. Die Planung ist unter Berücksichtigung der besonderen Lage im Rheinvorland sowie der Anforderungen an Hochwasserschutz, Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit durchzuführen. Darüber hinaus sind die zeitlichen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die BUGA 2029 zwingend einzuhalten. Ziel der Maßnahme ist die Schaffung eines identitätsstiftenden, qualitätsvollen Freiraums, der sowohl den Anforderungen der BUGA als auch einer langfristigen Nutzung durch die Bevölkerung gerecht wird. B: Optionale Leistung: Molendurchstich (BA 4.1 - Mole): Optional ist die Herstellung eines Molendurchstichs zur Verbesserung der funktionalen und barrierearmen Anbindung zwischen Hafenbereich, Rheinpromenade und Molenhöhenweg vorgesehen. Ziel der Maßnahme ist die Öffnung des derzeit räumlich und funktional eingeschränkten Übergangsbereichs am Ende des Hafenbeckens sowie die Aufwertung der stadtseitigen Eingangssituation zur Mole. Durch den Durchstich wird eine direkte, sichere und barrierefreie Verbindung geschaffen und der bislang schwer zugängliche Bereich nachhaltig aufgewertet. Die Maßnahme umfasst insbesondere: - den baulichen Durchbruch des bestehenden Molenwalls (ca. 5,00 m Breite), - die konstruktive Sicherung der angrenzenden Bauwerke, - die Herstellung einer barrierearmen Wegeführung einschließlich Unterführung bzw. abgesenkter Wegeverbindung, - die Ausbildung einer Überführung (Steg) zur Anbindung des Molenhöhenweges, - sowie die gestalterische und funktionale Integration in die bestehenden Freianlagen. Durch die Maßnahme wird der bislang abgeschlossene Raum geöffnet und mit Rheinpromenade, Hafenbereich und Stadt vernetzt. Es entsteht ein attraktiver, gut erreichbarer Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität. 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Häufige Fragen zu dieser Ausschreibung
- Wie kann ich mich auf diese Ausschreibung bewerben?
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- Bis wann läuft die Angebotsfrist?
- Die Angebotsfrist endet am 24. Juli 2026.
- Wer ist der Auftraggeber?
- Der Auftraggeber ist Planungsleistungen Hochwasserschutz Wasserwerk Essen-Überruhr.
- Welche Unterlagen sind für den Start relevant?
- In der Regel benötigen Sie Leistungsbeschreibung, Eignungsnachweise, Fristenhinweise und ggf. Formblätter. Auf Auftrag One werden diese Punkte priorisiert dargestellt.