Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbHGelsenkirchenTED
Beschaffung eines mobilen OP-Neuronavigationssystems
1. Ausgangssituation und Versorgungsauftrag Die Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH (KKGB) verfügt als Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 14 Fachkliniken und knapp 1.400 Mitarbeitenden über 414 Planbetten und behandelt im Jahr rund 21.000 stationär aufgenommene Patienten. Zudem ist die KKGB Akademisches Lehrkrankenhaus der R...
Medizinische Spezialtechnik
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Inhalt auf einen Blick
- Ausschreibungstyp:
- Ausschreibung
- Auftraggeber:
- Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH
- Veröffentlicht:
- 09. Juli 2026
- Frist:
- Nicht angegeben
- Thema:
- Medizinische Spezialtechnik
Ausschreibungsbeschreibung
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1. Ausgangssituation und Versorgungsauftrag Die Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH (KKGB) verfügt als Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 14 Fachkliniken und knapp 1.400 Mitarbeitenden über 414 Planbetten und behandelt im Jahr rund 21.000 stationär aufgenommene Patienten. Zudem ist die KKGB Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum. Die KKGB verfügen über eine Klinik für Neurochirurgie und eine Klinik für Pädiatrische Neurochirurgie. Die KKGB beabsichtigt die gemeinschaftliche Nutzung der Navigationseinheit für beide Neurochirurgischen Kliniken. In der Klinik für Neurochirurgie des KKGB werden im neurochirurgischen Schwerpunktzentrum das gesamte Behandlungsspektrum der operativen Neurochirurgie von Kopf bis Wirbelsäule und eine intensivmedizinisch neurochirurgische Behandlung abgedeckt. Die KKGB beabsichtigt, dass derzeitige System der Fa. Brainlab durch ein neues System zu ersetzen. 2. Notwendigkeit der Neubeschaffung Die zu beschaffende Neuronavigation, die aufgrund der Pädiatrischen Ausrichtung sowohl eine optische als auch eine elektromagnetische Komponente aufweisen muss, wird für die Resektion kranialer und spinaler Tumore benötigt und soll hierfür sowie zur Implantation spinaler Schrauben und Stäbe und bei der navigierten transkraniellen Magnetstimulation (nTMS) eingesetzt werden. Das Elektromagnetische Modul ermöglicht navigierte Eingriffe bei Kleinkindern und Säuglingen mit höchster Präzision. Vorgesehen ist, dass das Neuronavigationssystems das moderne Operationsmikroskop, die intraoperative Elektrophysiologie, den intraoperativen Ultraschall den Einsatz des kontinuierlichen Ultraschall Aspirators / Sonoped und die Fluoreszenzen in der Tumorchirurgie wie in der vaskulären Neurochirurgie als die modernste Ausstattung eines neurochirurgischen Operationssaales komplettiert. Die Neuronavigation sollte in der Lage sein, auch zukünftig eine Stereotaxie/STX einfach zu realisieren. Dies zum einen, um personal- und zeitintensive Zwischentransporte aus dem OP-Saal heraus zu vermeiden und zum anderen zur deutlichen Vereinfachung der Berechnung der STX-Koordinaten um zielsicher das zu bioptierende Areal im Gehirn zu erreichen. Ebenso sollte die Software umfangreich für die Planung, das Anzeichnen des Tumorvolumens, die Traktographie und die Fusion verschiedener Bilddaten sein. Zudem ist eine Integration der Neuroendoskope in das Optische Navigationssystem erforderlich, um dem Neuroendoskopischen Schwerpunkt der Klinik für Pädiatrische Neurochirurgie gerecht werden zu können. Die zu beschaffende Neuronavigation soll nicht nur in der Klinik für Neurochirurgie sowie in der Pädiatrischen Neurochirurgie zum Einsatz kommen, sondern auch bei gemeinsamen simultanen Eingriffen zusammen mit der Klinik für Unfallchirurgie eingesetzt werden. Die Klinik für Unfallchirurgie benötigt die Neuronavigation für die sichere Implantation von Fremdmaterial an der Wirbelsäule, um Fehllagen von Implantaten im Wirbelkanal/Querschnittsgefahr und Fehllagen in den großen prävertebralen Blutgefäßen/enormen Blutverlust zu vermeiden. Die Neuronavigation muss mit verschiedenen Implantatherstellern kompatibel und nicht nur mit einem Hersteller einsatzfähig sein. Das neue Neuronavigationssystem soll die Möglichkeit bieten, die Basis-Navigation über Zusatzmodule, um spezielle Funktionen erweitern zu können. 3. Medizinisch-technische Anforderungen Das Neuronavigationssystem muss die folgenden Anforderungen erfüllen: - Volle automatisierte Segmentierung der CT, MRT und XT-Datensätze und eine Verzerrungskorrektur für die Fusion von 3D Daten mit 2D Angiografien - Möglichkeit einer automatischen Machbarkeitsanalyse von stereotaktischen radiochirurgischen/radiotherapeutischen Planungen für verbleibendes Tumorvolumen - Digitale Integration von Ultraschall Navigationssystemen sowie die Interpretation der Ultraschalldaten in Relation zu vorhandenen CT und MRT-Daten - ROI basierte Tracking Möglichkeit mit halbautomatischer Objektsegmentierung oder automatisch anatomischer Segmentierung - Möglichkeit, auf dem Navigationsbildschirm mit dem Mikroskop von Zeiss und Leica, die projiziert geplanten Strukturen als semitransparente Objekte in den anatomischen Kontext zu setzen - Möglichkeit der elektromagnetischen Navigation zur operativen Behandlung von Kleinkindern und Säuglingen - Integration von Neuroendoskopen in das Navigationssystem - Möglichkeit der Bildfusion als Augmented Reality in Verbindung mit dem Mikroskop und einer VR-Brille - Verwendung von manuell und vorkalibrierten Instrumenten, einschließlich Instrumente von Drittanbieten, zur anatomischen Ausrichtung des Systems anhand von Traktoren, die vom Navigationssystem übergeben werden - Einfacher Anschluss einer STX an die Navigation bzw. entsprechende Realisierung, so dass zusätzliche rahmenbasierte Systeme wegfallen können - Software des Umfangs, dass Planung, Anzeichnen von Tumorvolumen, Traktographie, Fusion verschiedener Bilddaten möglich sind - Simultane Planbarkeit und softwaregestützte Navigationsvorbereitung an zwei zeitgleich aktiven Planungsrechnern, die Serverbasiert zur Verfügung stehen - Möglichkeit der Navigation von Implantaten gängiger Herstellerfirmen für Verbrauchsmaterialien, das heißt im Detail Navigierbarkeit kanülierbarer Schrauben jeglicher Hersteller, um komplexe Wirbelsäulenchirurgische Eingriffe in der Neurochirurgie und auch Unfallchirurgie durchzuführen - Möglichkeit einer nTMS an/ mit der Navigation - Möglichkeit bei veraltetem System, auf aktualisierte Zusatzmodule zu greifen und diese dann dazu zu kaufen oderaufzuspielen Die gestellten Anforderungen können nach durchgeführter Marktanalyse und der Vergabe vorgeschalteten gem. § 28 VGV vorgestellte Marktabfrage ausschließlich durch das System der Firma Brainlab erfüllt werden.
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UNIVERSITÄTSMEDIZIN der Johannes Gutenberg-Universität MainzMainzAn der Universitätsmedizin Mainz befinden sich bereits drei robotische Chirurgiesysteme des Herstellers Intuitive Surgical im klinischen Einsatz, darunter die Multiport-Systeme Da Vinci X und Da Vinci Xi. Diese Systeme werden fachübergreifend in der Urologie, der Gynäkologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Thoraxchirurgie eingesetzt. Das zu beschaffende Da Vinci 5-System stellt eine unmittelbare Weiterentwicklung der bereits etablierten Systemplattform dar und dient der Erweiterung eines bestehenden, klinisch etablierten robotischen Operationsprogramms, auch für die Herzchirurgie. Für die Universitätsmedizin Mainz war insbesondere die vollständige technische und funktionale Kompatibilität mit den bereits vorhandenen Da-Vinci-Systemen von wesentlicher Bedeutung. Ein erheblicher Teil des vorhandenen Instrumentariums sowie des Zubehörs kann systemübergreifend zwischen dem Da Vinci 5 sowie den bestehenden Da Vinci X- und Da Vinci Xi-Systemen eingesetzt werden. Dadurch werden eine wirtschaftliche Lagerhaltung, die gemeinsame Nutzung von Instrumenten und Verbrauchsmaterialien sowie eine effiziente Ressourcen- und OP-Planung ermöglicht. Die Einführung eines robotischen Chirurgiesystems eines anderen Herstellers würde hingegen den Aufbau einer vollständig separaten technischen Infrastruktur erfordern. Hierzu zählen insbesondere zusätzliche Instrumentensätze, Ersatzteile, Verbrauchsmaterialien sowie eigenständige Wartungs- und Servicekonzepte. Dies würde einen erheblichen Mehraufwand bei Beschaffung, Lagerhaltung, Logistik und Betrieb verursachen und die bislang standardisierten klinischen Abläufe nachhaltig beeinträchtigen. Darüber hinaus gewährleisten die bereits vorhandenen Da-Vinci-Systeme und das Da Vinci 5 eine einheitliche Bedienlogik, weitgehend identische Benutzeroberflächen, abgestimmte Service- und Wartungskonzepte sowie ein gemeinsames Schulungs- und Zertifizierungssystem für ärztliches und pflegerisches Personal. Die Integration eines Systems eines anderen Herstellers würde umfangreiche zusätzliche Schulungsmaßnahmen, parallele Qualifizierungsprogramme sowie die Vorhaltung unterschiedlicher Betriebs- und Wartungsstrukturen erforderlich machen. Dies würde zu organisatorischen und technischen Mehraufwendungen führen und die Prozesssicherheit sowie die Standardisierung der klinischen Versorgung beeinträchtigen. Darüber hinaus ist das Da Vinci 5-System vollständig in die bestehende Ausbildungs-, Forschungs- und Proktorierungsstruktur der Universitätsmedizin Mainz integrierbar. Die vorhandenen standardisierten Operationsabläufe, Trainingsprogramme, Simulationskonzepte sowie nationale und internationale Hospitations- und Ausbildungsprogramme basieren bereits auf der Da-Vinci-Plattform. Die Einführung eines Systems eines anderen Herstellers würde parallele Ausbildungs- und Qualifizierungsstrukturen erforderlich machen und die einheitliche Durchführung von Forschung, Lehre und klinischer Versorgung erheblich erschweren. Die durchgeführte Markterkundung hat ergeben, dass ausschließlich das Da Vinci 5-System die Gesamtheit der für die Universitätsmedizin Mainz erforderlichen technischen Funktionen in einer integrierten Plattform bereitstellt. Hierzu zählen insbesondere die Möglichkeit der Nutzung robotischer Klammernahtsysteme, die Integration elektrischer Versiegelungsinstrumente für die Gewebe- und Gefäßversiegelung, die Anbindung einer Dualkonsole für Ausbildung, Supervision und komplexe operative Eingriffe, ein vollständig integriertes Insufflationssystem sowie die integrierte Fluoreszenzbildgebung mittels Indocyaningrün (ICG) zur intraoperativen Perfusionsbeurteilung und Gewebedarstellung. Diese Funktionen sind für die an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführten Eingriffe in der Urologie, der Gynäkologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Thoraxchirurgie von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere unterstützt die ICG-gestützte Fluoreszenzbildgebung die sichere Beurteilung der Gewebeperfusion, die Identifikation anatomischer Strukturen sowie die Durchführung komplexer onkologischer und rekonstruktiver Eingriffe. 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Ein Anbieterwechsel würde daher aktuell zu unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten sowie zu erheblichen zusätzlichen Investitionen in Instrumentarium, Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile, Schulung, Logistik und Service führen und die etablierten klinischen Prozesse nachhaltig beeinträchtigen. Die Entscheidung für das Da Vinci 5-System beruht daher nicht auf einzelnen technischen Merkmalen, sondern auf der Gesamtheit der funktionalen, technischen und organisatorischen Anforderungen. Nach den Ergebnissen der Markterkundung konnte ausschließlich das Da Vinci 5-System diese Anforderungen vollständig erfüllen und gleichzeitig eine nahtlose Integration in die bestehende technische, organisatorische und klinische Infrastruktur der Universitätsmedizin Mainz gewährleisten.Beschaffung eines Neuronavigationssystems
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Häufige Fragen zu dieser Ausschreibung
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- Für diese Bekanntmachung ist aktuell keine konkrete Angebotsfrist angegeben.
- Wer ist der Auftraggeber?
- Der Auftraggeber ist Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH.
- Welche Unterlagen sind für den Start relevant?
- In der Regel benötigen Sie Leistungsbeschreibung, Eignungsnachweise, Fristenhinweise und ggf. Formblätter. Auf Auftrag One werden diese Punkte priorisiert dargestellt.