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Untersuchungen zur biologischen Vielfalt mit der Umweltprobenbank - TrendDNA 2.0
Das TrendDNA 2.0 Projekt wird im Routinebetrieb genetische und digitale Analysen einsetzen, um die Entwicklung der biologischen Vielfalt über den gesamten Zeitraum der Umweltproben abzubilden, indikatorbasiert zu bewerten und Prognosen für künftige Entwicklungen abzuleiten. . Die genetischen Arbeiten der Umweltprobenbank werden fortgesetz...
Environmental Research
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- Tender type:
- Tender
- Contracting authority:
- Umweltbundesamt
- Published:
- July 12, 2026
- Deadline:
- August 19, 2026
- Topic:
- Environmental Research
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Das TrendDNA 2.0 Projekt wird im Routinebetrieb genetische und digitale Analysen einsetzen, um die Entwicklung der biologischen Vielfalt über den gesamten Zeitraum der Umweltproben abzubilden, indikatorbasiert zu bewerten und Prognosen für künftige Entwicklungen abzuleiten. . Die genetischen Arbeiten der Umweltprobenbank werden fortgesetzt, um die biologische Vielfalt der Ökosysteme zu untersuchen und historische Wissenslücken zu füllen. Die Methoden und Bewertungsansätze werden weiterentwickelt und die Ergebnisse zur Information der allgemeinen Öffentlichkeit, Behörden und Politik aufgearbeitet. Dazu wird das Projekt drei wesentliche Fragen beantworten: . Wie kann die Umweltprobenbank - qualitativ hochwertige Daten zu dem Zustand und der lang- und kurzfristigen Veränderung der biologischen Vielfalt zur Verfügung stellen und bewerten, - die behördliche Bewertung und Umweltbeobachtung der biologischen Vielfalt der Binnengewässer und Böden unterstützen, - die Öffentlichkeit, Behörden und Politik über den Zustand und die Veränderung der biologischen Vielfalt adressatengerecht informieren, so dass die Daten gesucht werden? . Das Projekt wird die Transformation der behördlichen Umweltbeobachtung in Deutschland mit Daten, Methoden- und Bewertungskompetenz unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf den behördlichen Programmen für Böden- und Binnengewässer, wo Bund und Länder bereits genetische Verfahren prüfen, insbesondere mit (e)DNA Metabarcoding Verfahren. Dort können die zeitlichen Trends der Umweltprobenbank flächenhafte Untersuchungen gezielt ergänzen und historische Referenzen liefern. Um den Beteiligungsprozess zu optimieren, tauschen sich die AN eng mit einem Begleitkreis ausgewählter Behörden und Institutionen aus. . Für die Bewertung der Projektdaten werden die Indikatoren etablierter Umweltbeobachtungsprogramme genutzt und neue aussagekräftige Maßstäbe für Umweltveränderungen entwickelt. Ein statistischer Methodenkoffer ermöglicht eine einheitliche Aus- und Bewertung der genetischen Daten - auch im Kontext anderer Umweltinformationen. Die AN prüfen im Austausch mit dem KI-Labor des Umweltressorts die Verwendung KI basierter Methoden. . Die AN entwickeln Verfahren um kurzfristige Veränderungen der Gewässer zu erfassen und in den historischen Kontext der Langzeitreihen zu setzen. Dazu werden Schwebstoff-Monatsproben der Gewässer in das Programm integriert und die Verwendung von Wasserproben geprüft. . Die AN erarbeiten ein Datenmanagementkonzept für die Speicherung, Interoperabilität und Weiterverwertung der Daten. Ein Dashboard wird die öffentliche Wahrnehmung der Umweltprobenbank unterstützen. Dazu werden Ansätze eines weiteren Umweltprobenbank Projektes - 1H-ESB Water - integriert. Die Bietenden sind aufgefordert, Teile der Leistungen nach Möglichkeit so zu formulieren und zu planen, dass sie die akademische Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstützen. Weiterhin erarbeiten die AN eine Strategie, um die Ergebnisse des Vorhabens in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu veröffentlichen. . Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
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UmweltbundesamtDessau-RoßlauDeadline: Aug 11Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) archiviert seit Mitte der 1990er Jahre systematisch Gewässerproben. Sie nutzt standardisierte Probenahmeprotokolle für limnische Ökosysteme und eine weltweit einzigartige kontinuierliche Kühlkette mit Flüssigstickstoff-lagerung unter −150 °C. Diese Ultra-Tiefkühlung gewährleistet die langfristige Integrität chemischer und molekularer Komponenten, selbst in jahrzehntealten Proben. Zum Analy-sespektrum gehören chemische Untersuchungen bekannter und neu auftretender Schad-stoffe mittels Target-, Non-Target- und wirkungsbasierter Verfahren sowie Omics-Technologien wie Metabarcoding, Metagenomik und Transkriptomik zur Analyse biologi-scher Vielfalt und chemischer Wirkmechanismen. . Gewässer erfüllen zentrale regulierende Funktionen für Stoffkreisläufe, Biodiversität und Nährstoffverfügbarkeit und liefern zugleich materielle und immaterielle Leistungen für menschliche Existenz, Wirtschaft und gesellschaftliche Lebensqualität. Integrierte Ansätze zur gemeinsamen Betrachtung von Umwelt- und Gesundheitsaspekten werden seit den 1970er Jahren diskutiert und waren Teil der Gründungsidee der UPB. Seitdem erfolgt eine systematische Langzeitbeprobung von Ökosystemen und Humankollektiven zur Doku-mentation von Umwelt- und Gesundheitsentwicklungen. . Bislang werden UPB-Umweltdaten jedoch vor allem für Chemikalienmonitoring und regulatorische Fragestellungen genutzt. Ein integrierter Ansatz fehlt weitgehend. Gewässerindikatoren konzentrieren sich derzeit überwiegend auf klassische chemische und biologi-sche Parameter, etwa Konzentrationen einzelner Stoffe. One-Health-Aspekte wie wasser-assoziierte Pathogene, antimikrobielle Resistenzgene oder indirekte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit werden bislang nur begrenzt berücksichtigt, gewinnen jedoch politisch und wissenschaftlich zunehmend an Bedeutung. . One Health Ansätze gewinnen an politischer Bedeutung, um ein Verständnis des Zusammenhangs von Umwelt-, Tier- und menschlicher Gesundheit zu generieren, aber auch für die Vermittlung des Vorsorgegedankens und Maßnahmen in der Umweltpolitik. . Das Projekt entwickelt ein Konzept, um die umfangreichen Gewässerdaten der UPB für eine integrierte Bewertung lebenswerter Gewässer für Mensch und Umwelt – auch im historischen Kontext – nutzbar zu machen. Dabei wird die Komplexität von Ökosystemen berücksichtigt, einschließlich multipler Einflussfaktoren, natürlicher Dynamiken und möglicher alternativer stabiler Zustände. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung übergreifender Indikatoren für Gewässergesundheit und One Health. Dafür werden bestehende Indikatoren aus Umwelt-, Natur- und Gesundheitsschutz genutzt und um neue, integrative Indikatoren ergänzt. Die Daten der UPB werden anhand dieser Indikatoren mithilfe von Flächen- und Trendanalysen aus-gewertet. Für die Visualisierung und Kommunikation der Ergebnisse wird ein webbasier-tes Dashboard entwickelt. Das Projekt ermöglicht so eine ganzheitliche Bewertung von Wechselwirkungen zwischen Gewässerökosystemen und menschlicher Gesundheit auf Basis von UPB-Umweltdaten, ohne direkte Verknüpfung mit Humandaten. . Das Projekt ist primär auf UPB-Binnengewässer ausgerichtet, soll aber Modellcharakter für Anwendungen auf Küsten- und terrestrische Systeme der UPB sowie für weitere Gewässer haben. Die entwickelten Gewässerindikatoren schaffen eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für Umwelt- und Gesundheitspolitik auf nationaler und europäischer Ebene. Gewässerdaten können so als multifunktionale Ressource, beispielsweise zur Frühwarnung (RKI, ECDC), zur Risikobewertung (BfR, EFSA, ECHA), zur Umwelt- und Ökosystembewertung (UBA, EEA, ETC) und für Forschung an den Schnittstellen der Umweltbeobachtung mit den Chemikaliengesetzen (PARC) genutzt werden. Das Projekt unterstützt EU-Strategien zur nachhaltigen Chemikalienpolitik, zum Biodiversitätsschutz und zum integrierten Gewäs-sermanagement.
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