Stadt NordenNordenTED
Freiraumplanerischer und städtebaulicher Realisierungswettbewerb "Doornkaat-Gelände"
Wettbewerb zur Realisierung von Freiraum- und Städtebaulösungen für das Doornkaat-Gelände in Norden. Ziel ist die Entwicklung eines identitätsstiftenden Stadtquartiers, das das historische Erbe respektiert und zukunftsorientierte, gemischt genutzte Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Freizeitangebote bietet. Fokus liegt auf Revitalisierung des h...
Urban Planning, Landscape Architecture
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Wettbewerb zur Realisierung von Freiraum- und Städtebaulösungen für das Doornkaat-Gelände in Norden. Ziel ist die Entwicklung eines identitätsstiftenden Stadtquartiers, das das historische Erbe respektiert und zukunftsorientierte, gemischt genutzte Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Freizeitangebote bietet. Fokus liegt auf Revitalisierung de...
- Tender type:
- Tender
- Contracting authority:
- Stadt Norden
- Published:
- July 06, 2026
- Deadline:
- Not specified
- Topic:
- Urban Planning
Tender description
Wettbewerb zur Realisierung von Freiraum- und Städtebaulösungen für das Doornkaat-Gelände in Norden. Ziel ist die Entwicklung eines identitätsstiftenden Stadtquartiers, das das historische Erbe respektiert und zukunftsorientierte, gemischt genutzte Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Freizeitangebote bietet. Fokus liegt auf Revitalisierung des historischen Erbes, gestalterisch anspruchsvollem Freiraumkonzept, ökologischer Nachhaltigkeit und städtebaulicher Einbindung.
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4- Stadt NordenNorden
Freiraumplanerischer und städtebaulicher Realisierungswettbewerb "Doornkaat-Gelände"
Die Stadt Norden beabsichtigt, für das zentral gelegene und derzeit überwiegend brachliegende Doornkaat-Gelände einen kombinierten freiraumplanerischen und städtebaulichen Realisierungswettbewerb durchzuführen. Ziel ist es, qualitätsvolle Planungsvorschläge für die Entwicklung eines neuen, identitätsstiftenden Stadtquartiers zu erhalten, die sowohl den historischen Bestand respektiert als auch zukunftsorientierte Nutzungsperspektiven bieten. Das Wettbewerbsgebiet umfasst ein zusammenhängendes Gebäude- und Flächenkonvolut im innerstädtischen Bereich der Stadt Norden, das sich über Teile von zwei benachbarten förmlich festgelegten Sanierungsgebieten erstreckt. Das Areal war über viele Jahrzehnte primär industriell genutzt (u. a. durch die Doornkaat-Brennerei) und weist heute erhebliche städtebauliche Potenziale auf - zugleich ist es mit besonderen Herausforderungen im Hinblick auf Altbestand, Bodenbeschaffenheit, Denkmalschutz und Nachbarschaften verbunden. Mit dem Wettbewerb soll eine ganzheitliche und zukunftsfähige Entwicklungsperspektive für das Doornkaat-Gelände erarbeitet werden. Dabei stehen insbesondere folgende Aspekte im Fokus: die Revitalisierung des historischen Doornkaat- Erbes unter Einbeziehung denkmalgeschützter Bestandsgebäude, die Entwicklung eines hochwertigen, gemischt genutzten Quartiers mit vielfältigen Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Freizeitangeboten, ein gestalterisch anspruchsvolles und funktional schlüssiges Freiraumkonzept, das das gesamte Quartier strukturell und atmosphärisch verbindet, die Integration von klimawirksamen, ökologisch nachhaltigen Lösungen, die städtebauliche Einbindung in das umliegende Stadtgefüge. Beide Teilbereiche - Freiraum und Städtebau - sollen integriert und gleichrangig (ist zu hinterfragen, da der wesentliche umfangreichere und vor allem ja zu realisierende Bereich die Freiraumplanung betrifft) betrachtet werden. Eine funktionale und gestalterische Verknüpfung ist zentraler Bestandteil der Aufgabenstellung. Die Transformation des Doornkaat-Geländes ist ein zentrales Schlüsselprojekt der Stadt Norden im Rahmen ihrer integrierten Stadtentwicklung. Mit dem Wettbewerb soll eine planerische Grundlage geschaffen werden, die es erlaubt, die vorhandenen Potenziale des Standorts zu heben, neue Impulse für die Innenstadtentwicklung zu setzen und die stadträumliche Identität nachhaltig zu stärken. ||||| Mitglieder der Jury | Stimmberechtigte Fachpreisrichter: Herr Prof. Dr. Bochnig, Landschaftsarchitekt; Herr Prof. Dr. Droste, Architekt; Herr Terfrüchte, Landschaftsarchitekt; Herr Prof. Dr. Rohler, Landschaftsarchitekt; Herr Blatt, Landschaftsarchitekt | Stellvertretende Fachpreisrichter: Herr Dr. Meyer, Stadtplaner; Herr Prof. Sachse, Landschaftsarchitekt | Stimmberechtigte Sachpreisrichter:innen: Herr Eiben, Bürgermeister; Herr Pohl, Stadtbaurat, Frau van Gerpen, Vorsitzende Bau- und Sanierungsausschuss; Herr Fischer-Joost, Mitglied Bau-und Sanierungsausschuss | Stellvertretende Sachpreisrichter:innen: Herr Wiebersiek, Stellv. Bürgermeister; Herr Aukskel, erster Stadtrat; Herr Görlich, Mitglied Bau- und Sanierungsausschuss; Herr Bruns, Fachdienstleiter Stadtentwicklung; Herr Böhmer, Fachdienst Stadtentwicklung; Herr Wallow, Mitglied Bau- und Sanierungsausschuss; Herr Heuer, Mitglied Bau- und Sanierungsausschuss; Herr Heckrodt, beratendes Mitglied Bau- und Sanierungsausschuss ||||| Preise und Anerkennungen: Die Ausloberin stellt für Preise und Anerkennungen einen Gesamtbetrag in Höhe von 82.200,00 EUR netto zur Verfügung. Diese Wettbewerbssumme ist auf der Basis des § 40 HOAI 2021 in der Fassung vom 12.11.2020 und dem Merkblatt Nr. 51 der Architektenkammer Baden-Württemberg ermittelt worden. Die Aufteilung der Preissumme ist vom Preisgericht wie folgt beschlossen worden: 1. Preis: 47.500,00 €; 2. Preis: 0,00 €; 3. Preis: 26.400,00 € Anerkennungen: 8.300,00 €. - Magistrat der Universitätsstadt MarburgMarburg
Marburg Hauptwege Oberstadt | Wettbewerbsergebnisse Korrektur
Gegenstand des nichtoffenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ist die Neugestaltung der Hauptachse der Marburger Oberstadt, der Wettergasse als historische Einkaufsstraße, dem Barfüßer "Tor" als historischer Stadteingang und dem Schuhmarkt als historischer Stadtplatz mit Schwerpunkt auf einer einheitlichen, klimaangepassten und barriereärmeren Gestaltung sowie die gestalterische Weiterentwicklung der Barfüßerstraße und des Marktplatzes, ausgehend von einer heute funktionsfähigen und gestalterisch attraktiven Hauptachse. Mit ihren verwinkelten Gassen, den prägnanten historischen Bauten und ihrer topografischen Lage ist die Marburger Oberstadt ein einzigartiges Ensemble, das sowohl für Bewohnerinnen, Gewerbetreibenden als auch Besucher*innen identitätsstiftend ist und wichtige Funktionen des Zusammenlebens und Daseinsvorsorge beherbergt. Die zentrale Achse durch die Oberstadt - von der Wettergasse über die Barfüßerstraße bis zum Barfüßer Tor - bildet das Rückgrat dieser historisch gewachsenen Stadtstruktur. Als Haupterschließung, Einkaufsstraße, Stadtplatz und historisches Entree vereint sie vielfältige Funktionen: Einkaufen, Flanieren, Verweilen, Begegnen, Veranstalten - und ist deshalb von hoher Bedeutung für die städtische Klimaanpassung und Barrierefreiheit. Die Wettergasse als historische Hauptachse und Einkaufsstraße ist einer der belebtesten Räume der Oberstadt. Mit ihrer dichten Bebauung, einer starken Nutzung durch Fußgänger*innen sowie Lieferverkehre und ihrer Bedeutung als Durchgangsraum weist sie heute jedoch nur eingeschränktes Entwicklungspotenzial im Sinne klimagerechter Freiraumgestaltung auf. Gleichzeitig stellen historische Elemente wie der ehemalige Brunnen und die Lage an der städtischen Wasserscheide wichtige Bezugspunkte dar, um neue gestalterische und funktionale Qualitäten zu entwickeln. Das Barfüßer Tor markiert den historischen westlichen Eingang zur Oberstadt. Hier weitet sich der Straßenraum zu einem Übergangsbereich, der weit mehr Potential besitzt als die aktuelle Gestaltung als funktionaler Verkehrsraum. Es bietet sich die Chance, aus einem stadträumlich wenig gefassten Zwischenraum einen eigenständigen Platzbereich zu entwickeln, der Aufenthaltsqualitäten schafft, gestalterisch an bestehende Oberstadtbereiche anknüpft und dabei zugleich Anforderungen wie Busverkehr, Anlieferung und Barrierefreiheit berücksichtigt. Durch qualifizierte Baumpflanzungen, Entsiegelung und differenzierte Belagsstrukturen soll hier ein Raum mit neuer Aufenthaltsqualität und klimaresilienter Freiraumgestaltung entstehen. Die Barfüßer Straße sowie der Marktplatz bilden wichtige Scharniere und Aufenthaltsorte innerhalb des Stadtensembles und sollen im Sinne einer durchgehenden Gestaltung berücksichtigt werden. Insbesondere die barriereärmere Gestaltung, der Umgang mit Regenwasser, die Integration neuer Begrünungsmaßnahmen und eine funktionale wie gestalterische Weiterentwicklung der Stadtmöblierung und Beleuchtung stehen im Fokus. Der Schuhmarkt, einst auch als Friedhof genutzt, bietet heute im engen Raum der Oberstadt eine der wenigen räumlichen Aufweitungen. Damit besitzt er großes Potenzial, um als Aufenthaltsraum für die Anwohner*innen gestärkt und klimagerecht weiterentwickelt zu werden. Die gesamte Oberstadt ist im Sinne der Hitzevorsorge ein hoch belasteter Raum, wie das Klimaanpassungskonzept Marburg 2023 ermittelt hat. Die unmittelbare Verbindung zu internen Grünräumen und die beabsichtigte Integration von Retentionsanlagen birgt in Summe gewisses Potenzial für Maßnahmen zur notwendigen Anpassung des Quartiers an den Klimawandel. Die topographischen Gegebenheiten sorgen bei Starkregen zur ungebremsten Ableitung der Niederschläge in Richtung Barfüßerstraße und den südlich an-grenzenden Bereichen, was zu Überschwemmungen unterhalb der Oberstadt führt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die zentralen Hauptachsen der Marburger Oberstadt als zusammenhängenden Stadtraum einheitlich, klimagerecht und barrierearm zu gestalten. Dabei sollen vorhandene Qualitäten aufgenommen und weiterentwickelt, bestehende funktionale Anforderungen integriert und neue Gestaltungsspielräume genutzt werden. Die Neugestaltung versteht sich als modellhafte Maßnahme im Sinne der Klimaanpassung und soll auch für künftige Freiraumprojekte in der Oberstadt richtungsweisend sein. Das Wettbewerbsgebiet soll als durchgängiger, lebendiger und resilienter Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität und gestalterischer Qualität erlebt werden - ohne dabei die Eigenheiten und historischen Besonderheiten der einzelnen Teilbereiche zu verlieren. ___________________________________________________________________________ Die Stadt Marburg lädt mit diesem Wettbewerb dazu ein, die historische Mitte zukunftsorientiert weiterzudenken. Die Beauftragung soll mindestens die Leistungsphasen 2 bis 5 Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 Abs. 3 HOAI für die ersten Teilbereiche Wettergasse und Barfüßer Tor umfassen. Die Realisierung für die beiden ersten Teilbereiche ist für 2027 - 2029 vorgesehen, der weiteren Teilbereiche voraussichtlich ab 2029. KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER: Zur Auswahl der Teilnehmenden ist dem Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet. Es werden Landschaftsarchitekt*innen, gesucht, die Erfahrung in der Planung von zentralen Freiräumen mit der Aufgabe in Marburg vergleichbarer Komplexität haben. Nachzuweisen ist mindestens eine Planung oder Realisierung von einem entsprechenden innerstädtischen freiräumlichen Projekt (Mindestgröße 0,3 ha) in den letzten 10 Jahren (Planung und Realisierung und/oder Wettbewerbserfolg (Preis oder Anerkennung). Voraussetzung ist, dass die Projektleitung durch die sich Bewerbenden erfolgt ist. Die Referenzleistung kann von den sich Bewerbenden auch in einem anderen Büro (z. B. als leitende Mitarbeiter*In) erbracht worden sein, wenn darüber eine Bestätigung der Projektleitung durch dieses Büro nachgewiesen wird. - Magistrat der Universitätsstadt MarburgMarburg
Marburg Hauptwege Oberstadt | Wettbewerbsergebnisse
ART DES WETTBEWERBS Nicht offener Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb (RPW 2013) mit vorangeschaltetem Teilnahmewettbewerb für Landschaftsarchitektur / Freiraumgestaltung Anzahl der in Erwägung gezogenen Teilnehmer: max. 12 ___________________________________________________________________________ Gegenstand des nichtoffenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ist die Neugestaltung der Hauptachse der Marburger Oberstadt, der Wettergasse als historische Einkaufsstraße, dem Barfüßer "Tor" als historischer Stadteingang und dem Schuhmarkt als historischer Stadtplatz mit Schwerpunkt auf einer einheitlichen, klimaangepassten und barriereärmeren Gestaltung sowie die gestalterische Weiterentwicklung der Barfüßerstraße und des Marktplatzes, ausgehend von einer heute funktionsfähigen und gestalterisch attraktiven Hauptachse. Mit ihren verwinkelten Gassen, den prägnanten historischen Bauten und ihrer topografischen Lage ist die Marburger Oberstadt ein einzigartiges Ensemble, das sowohl für Bewohnerinnen, Gewerbetreibenden als auch Besucher*innen identitätsstiftend ist und wichtige Funktionen des Zusammenlebens und Daseinsvorsorge beherbergt. Die zentrale Achse durch die Oberstadt - von der Wettergasse über die Barfüßerstraße bis zum Barfüßer Tor - bildet das Rückgrat dieser historisch gewachsenen Stadtstruktur. Als Haupterschließung, Einkaufsstraße, Stadtplatz und historisches Entree vereint sie vielfältige Funktionen: Einkaufen, Flanieren, Verweilen, Begegnen, Veranstalten - und ist deshalb von hoher Bedeutung für die städtische Klimaanpassung und Barrierefreiheit. Die Wettergasse als historische Hauptachse und Einkaufsstraße ist einer der belebtesten Räume der Oberstadt. Mit ihrer dichten Bebauung, einer starken Nutzung durch Fußgänger*innen sowie Lieferverkehre und ihrer Bedeutung als Durchgangsraum weist sie heute jedoch nur eingeschränktes Entwicklungspotenzial im Sinne klimagerechter Freiraumgestaltung auf. Gleichzeitig stellen historische Elemente wie der ehemalige Brunnen und die Lage an der städtischen Wasserscheide wichtige Bezugspunkte dar, um neue gestalterische und funktionale Qualitäten zu entwickeln. Das Barfüßer Tor markiert den historischen westlichen Eingang zur Oberstadt. Hier weitet sich der Straßenraum zu einem Übergangsbereich, der weit mehr Potential besitzt als die aktuelle Gestaltung als funktionaler Verkehrsraum. Es bietet sich die Chance, aus einem stadträumlich wenig gefassten Zwischenraum einen eigenständigen Platzbereich zu entwickeln, der Aufenthaltsqualitäten schafft, gestalterisch an bestehende Oberstadtbereiche anknüpft und dabei zugleich Anforderungen wie Busverkehr, Anlieferung und Barrierefreiheit berücksichtigt. Durch qualifizierte Baumpflanzungen, Entsiegelung und differenzierte Belagsstrukturen soll hier ein Raum mit neuer Aufenthaltsqualität und klimaresilienter Freiraumgestaltung entstehen. Die Barfüßer Straße sowie der Marktplatz bilden wichtige Scharniere und Aufenthaltsorte innerhalb des Stadtensembles und sollen im Sinne einer durchgehenden Gestaltung berücksichtigt werden. Insbesondere die barriereärmere Gestaltung, der Umgang mit Regenwasser, die Integration neuer Begrünungsmaßnahmen und eine funktionale wie gestalterische Weiterentwicklung der Stadtmöblierung und Beleuchtung stehen im Fokus. Der Schuhmarkt, einst auch als Friedhof genutzt, bietet heute im engen Raum der Oberstadt eine der wenigen räumlichen Aufweitungen. Damit besitzt er großes Potenzial, um als Aufenthaltsraum für die Anwohner*innen gestärkt und klimagerecht weiterentwickelt zu werden. Die gesamte Oberstadt ist im Sinne der Hitzevorsorge ein hoch belasteter Raum, wie das Klimaanpassungskonzept Marburg 2023 ermittelt hat. Die unmittelbare Verbindung zu internen Grünräumen und die beabsichtigte Integration von Retentionsanlagen birgt in Summe gewisses Potenzial für Maßnahmen zur notwendigen Anpassung des Quartiers an den Klimawandel. Die topographischen Gegebenheiten sorgen bei Starkregen zur ungebremsten Ableitung der Niederschläge in Richtung Barfüßerstraße und den südlich an-grenzenden Bereichen, was zu Überschwemmungen unterhalb der Oberstadt führt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die zentralen Hauptachsen der Marburger Oberstadt als zusammenhängenden Stadtraum einheitlich, klimagerecht und barrierearm zu gestalten. Dabei sollen vorhandene Qualitäten aufgenommen und weiterentwickelt, bestehende funktionale Anforderungen integriert und neue Gestaltungsspielräume genutzt werden. Die Neugestaltung versteht sich als modellhafte Maßnahme im Sinne der Klimaanpassung und soll auch für künftige Freiraumprojekte in der Oberstadt richtungsweisend sein. Das Wettbewerbsgebiet soll als durchgängiger, lebendiger und resilienter Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität und gestalterischer Qualität erlebt werden - ohne dabei die Eigenheiten und historischen Besonderheiten der einzelnen Teilbereiche zu verlieren. ___________________________________________________________________________ Die Stadt Marburg lädt mit diesem Wettbewerb dazu ein, die historische Mitte zukunftsorientiert weiterzudenken. Die Beauftragung soll mindestens die Leistungsphasen 2 bis 5 Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 Abs. 3 HOAI für die ersten Teilbereiche Wettergasse und Barfüßer Tor umfassen. Die Realisierung für die beiden ersten Teilbereiche ist für 2027 - 2029 vorgesehen, der weiteren Teilbereiche voraussichtlich ab 2029. - Stadt MarktredwitzMarktredwitz
Modellvorhaben „Leerstand jetzt WOHNEN“ - Umbausanierung der Schlossbrauerei Marktredwitz-Brand - Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb zur Auftragsvergabe über Architektenleistungen für Gebäudeplanung
Modellvorhaben Alte Brauerei Jetzt WOHNEN Die Umbausanierung der Schlossbrauerei Brand ist ein Projekt des Modellvorhabens „Leerstand jetzt WOHNEN“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr im experimentellen Wohnungsbau und der Städtebauförderung. Ziel des Modellvorhabens ist es, dass kostengünstiger innovativer Mietwohnraum in leerstehenden Nicht-Wohngebäuden entsteht. Die Wiedernutzbarmachung aufgegebener Gewerbebauten schafft auf nachhaltige Weise Wohnraum, der auch für Menschen mit niedrigem Einkommen, Berufseinsteigern, jungen Familien oder Alters-Singles leistbar ist und darüber hinaus einen Mehrwert in der Förderung der Gemeinschaftsbildung, Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung bietet, z.B. durch Treffpunkte, Hobby-Werkstätten, etc. Durch die Gemeinschaft soll eine zukunftsfeste, identitätsstiftende Wohnadresse entstehen. Ein weiterer Aspekt ist dabei der zeitgemäße verantwortungsbewusste Umgang mit den baulichen Mitteln - sowohl in finanzieller, als auch in materieller Hinsicht. Die bereits investierte graue Energie des Bestands soll durch gezielt gesetzte Eingriffe und Anpassungen mit wenigen Mitteln erhalten und wieder nutzbar gemacht werden. Vorhandene Materialien sollen bevorzugt eingesetzt werden. Neu eingebrachte Baustoffe müssen ökologischen Standards entsprechen und sollten möglichst schadstofffrei sein. Schließlich ist auch die Partizipation der Nachbarschaft und der künftigen Nutzerschaft ein nicht zu vernachlässigender Aspekt des Modellvorhabens, um das Gelingen des Projekts durch frühzeitige Kommunikation und an die Nutzerwünsche angepasste Planung abzusichern. Erste thematische Ansätze der Konzeptentwicklung im Modellprojekt „Alte Brauerei jetzt WOHNEN“ könnten sein: Experimentelles Wohnen - Welche neuen Wohnformen sind hier denkbar? - Wie lässt sich das Besondere des Ortes – die alte Brauerei als Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage Schloss Brand – nutzen und interpretieren? Einfach und bezahlbar bauen - Was kann man weglassen, wieder verwenden oder neu denken? - Wie lässt sich mit minimalen Mitteln maximale Wirkung erzielen? - Baustandards für den Neubau sollen nicht pauschal für das Umbauen des Bestandes angewendet werden, sondern überprüft und hinterfragt werden, damit kostengünstige Lösungen gefunden werden. Ort für Begegnung und Gemeinschaft - Wie kann ein lebendiger Ort entstehen, der Austausch, Miteinander und neue Formen des Zusammenlebens fördert? - Welche Räume oder Situationen könnten dieses Miteinander ermöglichen? Aufgabenstellung Die Stadt Marktredwitz beabsichtigt, das Gebäude der ehem. Brauerei im Schloss Brand zu sanieren und als Wohngebäude mit besonderen Wohnformen und ergänzenden Gemeinschaftsangeboten umzunutzen. Die Schlossanlage ist seit 2009 Teil des Sanierungsgebiets „Marktredwitz-Brand“ im (damaligen) Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“ mit dem Ziel der Sicherung des baulichen Bestands und Ortsbilds. Die Brauerei ist als zweigeschossiger Riegel mit Satteldach und Mittelrisalit in den Gebäudekomplex der Schlossanlage eingebettet. Östlich und westlich schließen weitere Bauteile an, u.a. die Schlosskirche St. Margarethen, die nicht Teil der Aufgabenstellung sind. Die Gebäude sind ein qualifiziertes Baudenkmal und befinden sich in direkter Nachbarschaft zu weiteren Baudenkmalen. Folgende Ziele sind bei der Planung zu verfolgen: 1. Schaffung von kostengünstigem innovativen Mietwohnraum, Wahrung der Ziele des Modellvorhabens „Leerstand jetzt WOHNEN“ 2. Einbeziehung der Bürgerschaft und künftigen Nutzer in den Planungsprozess mit Werkstätten etc. - Berücksichtigung der Nutzergruppenwünsche / Ergebnisse der Bürgerumfrage um eine zielgerichtete, kosteneffiziente Planung zu ermöglichen. 3. Angemessene architektonische Gestaltung der im Bestand entstehenden Wohngebäude unter Einbindung der vorhandenen Architektursprache unter Berücksichtigung des Nahbereichs zu verschiedenen Denkmälern sowie Umgang mit dem Einzeldenkmal der Brauerei. 4. Qualitätsvolle Adressbildung, die eindeutige Erkennbarkeit unterstützt und Zusammengehörigkeit vermittelt. 5. Alltagstaugliche und effiziente Erschließung, Organisation und Gestaltung des Gebäudes. 6. Kritischer Umgang mit den Baustandards 7. Städtebauliche Weiterentwicklung der Schlossanlage mit dem Fokus auf die Schlossbrauerei. 8. Die Planung muss alle Aspekte der Nachhaltigkeit (ökologisch - ökonomisch - sozial) beachten: 8.1 Nutzungsoptimierte Flächenorganisation 8.2 Kostenbewusste Planung hinsichtlich Bau, Betrieb und Instandhaltung 8.3 Ressourcenschonender Umgang mit Materialien, bevorzugter Einsatz nachwachsender Rohstoffe, Vermeidung von Schadstoffen in den Materialien 8.4 Energetische Optimierung hinsichtlich Nutzung und Verbrauch, ggf. als zentraler Punkt eines örtlichen Energiekonzepts 8.5 Integrative und durchgängig barrierearme Planung, Abwägung der Wirtschaftlichkeit eines Aufzugs / Abgleich mit den Anforderungen der Förderstellen 9. Berücksichtigung der Vorgaben und Anforderungen der übergeordneten Behörden und Fördermittelgeber (Staatsministerium, Regierung von Oberfranken, Landratsamt, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, etc.). Vorplanungen Zur Vorbereitung des Vorhabens wurde in Wintersemester 2024/25 ein studentischer Wettbewerb mit Studierenden des Integralen Planen und Bauens an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt durchgeführt. Nachdem Studentenwettbewerb wurde der preisgekrönte Entwurf im Auftrag der Stadt Marktredwitz durch H2M Architekten + Stadtplaner GmbH, Kulmbach, im Jahr 2025 als eine Konzeptstudie mit drei Varianten zur Umbausanierung des Brauereigebäudes der Schlossanlage in ein Wohngebäude vertieft. Die Studie hat gezeigt, dass die Baumaßnahme grundsätzlich umgesetzt werden kann. Für die drei Varianten wurden die Baukosten grob geschätzt. Die studentischen Arbeiten sowie die Konzeptstudie mit Baukostenschätzung werden den ausgewählten Bietern in der zweiten Stufe des Vergabeverfahrens zur Verfügung gestellt.
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