Wasserstraßen-Neubauamt BerlinBerlinTED
Ersatzneubau Wehr Spreekanal, Planungsleistungen
Die Planungsleistungen dienen dem Ziel, im Spreekanal den Ersatzneubau eines Wehres zu realisieren, bei dem eine Fischwechselanlage (FWA) nachgerüstet werden kann. Die Planungsleistungen und Planungsschritte richten sich nach den Verwaltungsvorschriften der WSV, insbesondere nach der VV-WSV 2107 „Entwurfsaufstellung“. Die Planungsleistung...
Architecture, Structural Engineering, Civil Engineering Design, Electrical Engineering Design, MEP Engineering
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- Tender type:
- Tender
- Contracting authority:
- Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
- Published:
- August 23, 2026
- Deadline:
- Not specified
- Topic:
- Architecture
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Die Planungsleistungen dienen dem Ziel, im Spreekanal den Ersatzneubau eines Wehres zu realisieren, bei dem eine Fischwechselanlage (FWA) nachgerüstet werden kann. Die Planungsleistungen und Planungsschritte richten sich nach den Verwaltungsvorschriften der WSV, insbesondere nach der VV-WSV 2107 „Entwurfsaufstellung“. Die Planungsleistungen schließen im ersten Schritt mit einer Voruntersuchung ab, in der eine Vorzugsvariante auszuweisen ist. Im Anschluss sind der Entwurf-HU und der Entwurf-AU aufzustellen. Die Planungsleistungen beinhalten auch die Mitwirkung bei der Vergabe der Bauleistungen. Die 1-feldrige Wehranlage Spreekanal (Baujahr 1936), bestehend aus Wehrverschluss und verplombter Bootsschleuse, befindet sich bei km 0,9 des Spreekanals (Kupfergraben), als Nebenarm der SOW (Spree-Oder-Wasserstraße). Die Wehranlage Spreekanal ist Bestandteil der Staustufe Mühlendamm mit Wehr Mühlendamm und Schiffsschleusenanlage Mühlendamm. Eine Sanierung des Wehres Spreekanal ist wirtschaftlich nicht vertretbar. Die Planungen für den Ersatzneubau am Spreekanal sind darauf auszurichten, dass mit dem Bau begonnen wird, sobald der Ersatzneubau Wehr Mühlendamm sicher funktionstüchtig ist (voraussichtlich 2027/ 2028). Die Lage ist zentral innerstädtisch. Die Wasserspiegeldifferenz zwischen Ober- und Unterwasser beträgt ca. 1,5 m. Der Maximalabfluss (HQ 100) beträgt ca. 40 m³/ s, der mittlere Abfluss ca. 8 m³/s. Das Wehr ist gelistet in der Denkmalliste Berlin. Mit Munitionsbelastung ist zu rechnen. Weil aktuell nicht absehbar ist, welche Lösung später für die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit (ÖD) am Spreekanal die sinnvollste ist, soll der Ersatzneu des Wehres Spreekanal so ausgebildet werden, dass die Nachrüstung einer Fischwechselanlage möglich sein soll, die auf einen später festzustellenden Bedarf ausgerichtet ist. Nicht Gegenstand dieser Planungsleistung sind die aktuell laufenden Vorbereitungen, die baufällige, noch 1-feldrige Wehranlage am Mühlendamm durch einen 2-feldrigen Ersatzneubau zu ersetzen. Bestandteil der neuen Anlage am Mühlendamm sind auch eine Fischaufstiegsanlage (FAA) sowie eine Fischabstiegsanlage. Die Planungsleistungen umfassen hauptsächlich die Gewerke - Massiv-/ Ingenieurbaubau - (Spezial-)Tiefbau inkl. Unterwasserbetonsohle - Stahlwasserbau - Maschinenbau - Elektrotechnik / Nachrichtentechnik - Abbruch der bestehenden Wehranlage Die Hauptelemente des Bauwerkes sind: - Wehranlage mit Verschluss - Konstruktive Lösung („Platzhalter“) zur Nachrüstung einer Fischwechselanlage - Antriebe und Steuerung inkl. Anschluss an die Wehranlage Mühlendamm und die Fernbedienzentrale Grünau - Anschlüsse an das Ober - und Unterwasser Die Planung soll durch alle Planungsschritte nach VV-WSV 2107 geführt werden inkl. Koordination der Planung und aller an der Planung Beteiligten. Folgende Unterlagen sollen erstellt bzw. Leistungen erbracht werden: 1. Voruntersuchung (nach VV-WSV 2107) mit allen erforderlichen Nachweisen und Zusatzuntersuchungen mit dem Ziel, eine Vorzugsvariante auszuweisen. 2. Entwurf-HU (nach VV-WSV 2107). Dieser Entwurf ist grob dimensioniert (Tragwerksplanung LPH 3) und später zum Entwurf-AU fortzuschreiben. 3. Entwurf-AU (nach VV-WSV 2107) mit prüffähiger detaillierter Statik (Tragwerksplanung LPH 5), Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 14121-1, etc. 4. Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (Aufstellen der Vertragsunterlagen) Dadurch, dass keine Fischwechselanlage ausgeführt wird, ist davon auszugehen, dass kein Planfeststellungsverfahren erforderlich sein wird.
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Hamburg Port Authority AöRHamburgGemäß Hamburger Senatsbeschluss gelten seit 2012 neue Bemessungswasserstände für öffentliche Hochwasserschutzanlagen in Hamburg, die eine Anpassung aller HWS-Anlagen zur Folge haben. Dafür wird die Hamburger Hauptdeichlinie im Rahmen des Bauprogramms Hochwasserschutz sukzessiv bis 2050 verstärkt. Im Südosten von Finkenwerder befindet sich der 1.441 m lange Aue Hauptdeich, der als Gründeich ausgebildet ist. Dieser ist entsprechend um 0,90 m auf eine Sollhöhe von NHN +8,60 m zu erhöhen. Während der Planung zur Deicherhöhung wurde festgelegt, dass zukünftige Klimaveränderungen und die damit einhergehenden, sich ändernden Wasserstände berücksichtigt werden sollen, um eine folgende Erhöhung des Aue Hauptdeiches möglichst leicht und nachhaltig umsetzen zu können. Dafür wurde eine 2. Ausbaustufe mit dem Planungshorizont 2100 festgelegt. Die Sollhöhe des Deiches wurde für die 2. Ausbaustufe auf NHN +9,40 m festgelegt. Der Aue Hauptdeich ist auf Grund von Einbauten und unterschiedlichen Querschnitten in 5 Abschnitte (Nord 1.1, Auedeichsiel 1.2, Mitte 2, Storchennest 3.1 und Süd 3.2) unterteilt. Das Auedeichsiel kreuzt den Aue Hauptdeich bei Dkm 19+252. Es ist ca. 90 m lang, ca. 1,8 m breit und ca. 2,3 m hoch. Im Wesentlichen besteht das Bauwerk aus einem einzügigen Sielzug, dem Ein- und Auslaufbauwerk und einem Betriebsgebäude mit Betriebsschacht. Der Sielzug ist eine kastenförmige Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton aus dem Jahr 1968. Die Deckenplatte ist konkav gewölbt. Der Sielzug besteht aus einzelnen Baublöcken, welche durch eine Fugenkonstruktion druckwasserseitig verbunden sind. Ein Sielblock wurde 1968 nicht erneuert und besteht heute noch aus dem Jahr 1393/45. Der Sielzug gründet auf eine erhaltenen Sohlplatte aus dem Jahr 1939/45 und der vorhandenen Holzpfahlgründung aus 1939/45. Es entwässert den Auedeichgraben und den Ringgraben in den Finkenwerder Vorhafen und ist somit ein Bauwerk der Wasserwirtschaft. Bei steigenden Elbwasserständen schließt das Stemmtor und schützt das Hinterland vor erhöhten Wasserständen. Die zweite Deichsicherheit wird über ein Hubschütz sichergestellt. Im Verlauf der Planungen zur Erhöhung des Aue Hauptdeiches hat sich herausgestellt, dass das Auedeichsiel keine zusätzlichen rechnerischen Traglastreserven im Sielquerschnitt und in der Gründung aufweist. Aufgrund dessen ist es nicht möglich das Kreuzungsbauwerk mit einem erhöhten Deich zu überbauen. Für das Auedeichsiel ist ein Ersatzneubau zu planen. Der Ersatzneubau ist in die aktuelle Erhöhungsmaßnahme planerisch zu integrieren. Für das Auedeichsiel liegt eine aktuelle hydraulisch-wasserwirtschaftliche Bedarfsplanung vor, aus der die Dimensionierung für den Ersatzneubau abzuleiten ist. Zudem ist der Rückbau des Bestandssiels sowie die bauzeitliche Aufrechterhaltung des Sielbetriebs zu planen. Der Standort des neuen Auedeichsiels wird im Rahmen der Planungsleistung der Objekt- und Tragwerksplanung u.a. unter Berücksichtigung der Bestandsbauwerke, der Empfehlungen der Kampfmittelplanung, umweltspezifischen Belange und Flächenverfügbarkeiten festgelegt. Die Deichplanung im Bereich des Auedeichsiels unter Berücksichtigung beider Ausbaustufen und den nördlich und südlich angrenzenden Planungen (Abschnitt 1.1 und Abschnitt 2) sind ebenfalls Gegenstand dieser Planungsaufgabe. Während der Baumaßnahme des Auedeichsiels ist der Verkehr auf der Straße Aue-Hauptdeich sowie den querenden Fahrrad-/Fußgängerwegen weitestgehend aufrechtzuerhalten. Building Information Modeling (BIM) soll in diesem Projekt angewendet werden. Im Rahmen des Planungsprozesses sind Maßnahmen zum Klima-Optimierten Bauen in den Bereichen Design (Varianten), Baustoffauswahl, Liefertransporte, Baustellenlogistik und Abläufe zu identifizieren und bewerten. Die Leistungspflicht des AN umfasst die Leistungen der - Objektplanung Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 1 bis 7 gemäß §43 HOAI - Tragwerksplanung für die Leistungsphasen 1 bis 6 gemäß §51 HOAI - technische Ausrüstung für die Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 7 gemäß §55 HOAI, jeweils für die Anlagengruppe 4, die Anlagengruppe 7.2 und die Anlagengruppe 8 - geotechnische Berechnungen
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