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Marktpuls · 2026-08

Der Bau frisst das Sommerloch, der Vergabemarkt liegt im Juli 10,9 Prozent über Juni

58.361 Bekanntmachungen bis 25. Juli: 10,9 Prozent mehr als im Juni-Vergleich. Bau wächst um 13,2 Prozent, Schülerbeförderung um 104,7 Prozent.

· Auftrag One Redaktion

1.-25. Juli 2026

+10,9 %

58.361 Bekanntmachungen nach 52.603 im gleichen Juni-Zeitraum, der stärkste Stand nach 25 Tagen im Jahr 2026.

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Sachsen

+58,4 %

2.757 Bekanntmachungen mit sächsischem Ausführungsort, nach 1.741 vom 1. bis 25. Juni.

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Bau

+13,2 %

17.285 Bekanntmachungen mit Bau-Zuordnung, nach 15.263 im gleichen Juni-Zeitraum.

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Der Bau frisst das Sommerloch

Sommerloch? In den Vergabedaten ist davon bislang nichts zu sehen. Vom 1. bis zum 25. Juli wurden 58.361 Bekanntmachungen veröffentlicht. Im gleichen Juni-Zeitraum waren es 52.603. Das entspricht einem Plus von 10,9 Prozent.

Auch der bisher stärkste Vergleichszeitraum des Jahres wird übertroffen: Bis zum 25. April waren 53.708 Bekanntmachungen erschienen, also 4.653 weniger als im Juli. Fünf Kalendertage liegen nach dem Stichtag. Ein Monatsrekord ist das deshalb nicht, wohl aber der stärkste Stand nach 25 Tagen im Jahr 2026.

Der Zuwachs steckt nicht nur in den Zuschlägen

Die laufenden Ausschreibungen stiegen von 31.588 auf 35.195 Dokumente, ein Plus von 11,4 Prozent. Bei den Zuschlagsbekanntmachungen ging es von 18.441 auf 20.114 nach oben (+9,1 Prozent). Am stärksten wuchsen die Vorinformationen: 2.760 nach 2.268 im Vergleichszeitraum, also 21,7 Prozent mehr.

Damit beschränkt sich der Zuwachs nicht auf Rückblicke zu bereits vergebenen Aufträgen. Auch die Zahl der veröffentlichten Marktchancen und angekündigten Vorhaben liegt deutlich höher.

Der Bau zieht das Tempo an

17.285 Bekanntmachungen trugen im Juli mindestens eine Bau-Zuordnung. Vom 1. bis zum 25. Juni waren es 15.263, ein Anstieg um 13,2 Prozent.

An der Spitze steht erneut die Elektroinstallation mit 2.727 Bekanntmachungen (+17,4 Prozent). Dahinter folgen Architektur mit 1.915 (+33,4 Prozent), Straßenbau mit 1.795 (+28,6 Prozent) sowie Fenster und Türen mit 1.791 (+32,3 Prozent). Die Zuwächse reichen von der Planung bis in die einzelnen Gewerke.

Die Themenabdeckung ist nicht vollständig: 69,3 Prozent der Juli-Dokumente tragen mindestens eine Themen-Zuordnung, im Juni-Vergleichszeitraum waren es 66,1 Prozent. Ein Teil des Anstiegs kann deshalb aus der besseren Klassifikation stammen. Die absoluten Zahlen beziehen sich immer auf die tatsächlich klassifizierten Dokumente; eine Bekanntmachung kann mehreren Themen zugeordnet sein.

Sachsen beschleunigt, Berlin bremst

2.757 Bekanntmachungen nannten im Juli einen Ausführungsort in Sachsen. Im gleichen Juni-Zeitraum waren es 1.741, ein Plus von 58,4 Prozent. Berlin bewegte sich in die andere Richtung: 1.840 nach 1.977, ein Minus von 6,9 Prozent.

Das ist kein Leistungsranking der Länder. 34.331 der 58.361 Juli-Dokumente lassen sich mindestens einem Bundesland zuordnen, eine Abdeckung von 58,8 Prozent. Bekanntmachungen mit Ausführungsorten in mehreren Ländern zählen in jedem dieser Länder.

Bekanntmachungen zur Schülerbeförderung verdoppeln sich

Der deutlichste saisonale Ausschlag kommt ausgerechnet aus dem Schulverkehr: 518 Bekanntmachungen zur Schülerbeförderung stehen 253 im gleichen Juni-Zeitraum gegenüber. Das ist ein Plus von 104,7 Prozent. Bei der Schülerbeförderung ist vom Sommerloch jedenfalls nichts zu sehen.

Methodik und Grenzen

Die Zahlen sind ein historischer Snapshot vom 26. Juli 2026 und umfassen Veröffentlichungen vom 1. bis einschließlich 25. Juli. Verglichen wird mit demselben Kalenderausschnitt im Juni. Monatsgrenzen und Veröffentlichungstage werden in der Zeitzone Europe/Berlin gelesen.

Gezählt werden Bekanntmachungsdokumente, keine Verfahren und keine Auftragswerte. Fehlende Themen- oder Standortangaben werden nicht geschätzt. Themen und Ausführungsorte können mehrfach zugeordnet sein. Der Snapshot bleibt unverändert, auch wenn später weitere Dokumente mit einem Veröffentlichungsdatum im Juli in den Bestand gelangen.